© Thorsten Eichhorst
© Thorsten Eichhorst

Förderkreis der Kirchenmusik an der Basilika Werl e.V.

Seit seiner Gründung im Jahr 1989 ist der Förderkreis der Kirchenmusik an der Basilika Werl e.V. ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Wallfahrtsstadt.

Gegründet von musikbegeisterten Bürgerinnen und Bürgern basiert der Verein auf der Überzeugung, dass die Architektur der Wallfahrtsbasilika und die imposante Orgel eine einzigartige Verbindung eingehen, die verpflichtet, den wertvollen Schatz der Kirchenmusik zu pflegen und lebendig zu halten.

Im Mittelpunkt der Aktivitäten des Förderkreises steht die Orgel der ortsansässigen Orgelbaufirma Gebrüder Stockmann, die 1961 in der Basilika errichtet wurde. Mit vier Manualen und 62 Registern zählt sie bis heute zu den größten und klangvollsten Instrumenten der Erzdiözese Paderborn. Harmonisch in den neoromanischen Kirchenraum eingegliedert, schafft sie gemeinsam mit der monumentalen Architektur der Basilika eine inspirierende Atmosphäre für Kirchenmusik, die Liturgie und Konzert gleichermaßen bereichert.

Seit mehr als drei Jahrzehnten prägt der Förderkreis die Kulturszene der Wallfahrtsstadt
durch die jährlich stattfindenden „Werler Orgeltage“: ein interessanter und abwechslungsreicher Konzertzyklus, bei dem die Orgel zum einen als Soloinstrument, zum anderen als Partnerin in verschiedenen instrumentalen und vokalen Besetzungen präsentiert wird. Renommierte Gastorganistinnen und Gastorganisten sowie Ensembles aus Deutschland, anderen europäischen Ländern und Übersee machen die Basilika so zu einem Ort musikalischer Begegnung über Ländergrenzen hinweg.

Diese Arbeit ist nur durch engagierte Mitglieder möglich, die ihrer Begeisterung für Kirchenmusik einen besonderen Ausdruck verleihen möchten. Mit ihrem jährlichen Beitrag unterstützen sie die Durchführung der Konzertreihe und tragen dazu bei, dieses wertvolle kulturelle Erbe erlebbar zu machen.

Ist Ihr Interesse geweckt? Dann sind Sie herzlich eingeladen, Mitglied im Förderkreis der Kirchenmusik an der Basilika Werl e.V. zu werden und diese unverzichtbare Arbeit aktiv zu unterstützen.

 

Im Dienst der musica sacra: Die Stockmann-Orgel in der Wallfahrtsbasilika

Seit 1961 steht sie unverändert auf der Empore der Wallfahrtsbasilika und füllt als „Königin der Instrumente“ den großen Kirchenraum mit zu Herzen gehenden Klängen. In unzähligen Werktags- und Wallfahrtsmessen, Marienandachten und Pontifikalämtern hat die Stockmann-Orgel die Liturgie mit einer großen Vielfalt an Klangmöglichkeiten begleitet und die Gläubigen dazu eingeladen, in diesen Klang zur Ehre Gottes und zum Lobe Mariens miteinzustimmen.

Dabei trägt und unterstützt die Orgel den Gemeindegesang auf der einen Seite durch kräftige Töne bei Dank und Lobpreis, Freude und Jubel über die Großtaten Gottes. Auf der anderen Seite führt sie durch leise Töne hin zu Meditation, Anbetung und Hingabe.

Die in Lautstärke und Charakter so unterschiedlichen Klänge werden von Pfeifen verschiedener Größe und Bauart erzeugt.
Die Stockmann-Orgel verfügt über ca. 4.500 Pfeifen, die auf vier Werke verteilt sind: das Haupt- und Brustwerk unterhalb der Rosette, das Schwellwerk im rechten Turm, das Rückpositiv an der Brüstung der Orgelbühne und das Pedalwerk im linken Turm. Damit gehört sie zu den größten Orgeln der Erzdiözese Paderborn.

Je nach Beschaffenheit klingen die Pfeifen laut oder leise, hoch oder tief, glänzend oder gedämpft. Einige imitieren Blasinstrumente wie Blockflöte, Oboe, Trompete oder Posaune. Manche Pfeifen sind gedeckt, manche spitz zulaufend. Einzelne sind weithin im Prospekt sichtbar, die meisten aber stehen unsichtbar auf der Windlade im Gehäuse. Pfeifen von gleicher Bauart und Klanglichkeit gehören zusammen und bilden ein Register.

Das gesamte Pfeifenwerk steht auf mehreren Windladen. Wenn ein Ton erklingen soll, wird durch das Bedienen einer Manual- oder Pedaltaste ein Ventil in der Windlade geöffnet, das bei gezogenem Register den vom Gebläse erzeugten Wind in die Pfeife gelangen lässt und sie zum Klingen bringt – ein Wunderwerk der Technik.

Neben ihrer vorrangigen Aufgabe, die Liturgie zu bereichern, stand die Basilika-Orgel in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder im Zentrum der Konzertreihen des Förderkreises der Kirchenmusik. In einigen hundert Konzerten präsentierten Organisten aus dem In- und Ausland das faszinierende Klangspektrum einer Orgel, die auch mehr als 60 Jahre nach ihrer Einweihung Menschen in ihren Bann zieht.

Möge die Stockmann-Orgel der Basilika auch zukünftig zur Verherrlichung Gottes und zum Lobe Mariens erklingen und Menschen zu Freude und Dankbarkeit, innerer Einkehr und Nachdenklichkeit bewegen.

Die Stockmann-Orgel in der Alten Wallfahrtskirche

Ursprünglich im Jahre 2000 von der Orgelbaufirma Gebr. Stockmann für die Kirche St. Hedwig in Unna-Massen gebaut, erhielt die Orgel im Jahre 2016 in der Alten Wallfahrtskirche ihren neuen Standort.

Die technische Grundlage bildet das Schleifladensystem mit elektrischer Register und mechanischer Spieltraktur. Das Pfeifenwerk mit 20 Registern und ca. 1.180 Pfeifen ist auf zwei Manuale und Pedal verteilt.

 

Disposition der Stockmann-Orgel in der Alten Wallfahrtskirche