Trostweg

Viele Menschen, die mit Leid und Trauer nach Werl kommen, suchen Trost bei Maria. Deshalb trägt das Gnadenbild der Werler Wallfahrtsbasilika auch den Namen „Trösterin der Betrübten“.

So entstand im Wallfahrtsteam die Idee, einen Meditationsweg im Klostergarten anzulegen, der Menschen durch Stationen ihrer Trauer begleitet.

Gemeinsam mit der Künstlerin Martina Dörfler aus Werl ist dieser Weg 2023 entstanden.

Jeder Station sind Worte aus der Bibel zugeordnet. Diese Texte erzählen von menschlichem Leid, von Gottverlassenheit, von Fragen, aber auch von Hoffnung und Zuversicht.
Ein Symbol in den Kunstwerken begleitet diesen Weg und will in jeder Station entdeckt werden. Die Form des Kreises zeigt unser Leben mit allen Facetten und Durchbrüchen.

Der Trostweg befindet sich im Klostergarten des Werler Pilgerklosters, Steinergraben 53 in Werl.

Er ist täglich über den Parkplatz des Klosters am Steinergraben zugänglich. Für Gruppen sind auch Führungen möglich.

Anfragen bitte an das Pilgerbüro richten,

Tel.: 02922 – 9820 oder per Email: pilgerbuero@wallfahrt-werl.de

 

Konzept und Idee

Auf 5 Stelen ist die Abbildung eines Menschen zu sehen.

Die Darstellung ist jeweils verfremdet/verändert, eingefärbt, was sie sind, etwas „neutralisiert“ bzw. verfremdet, was der Phantasie Spielraum lässt. Alle abgebildeten Personen sind „wie du und ich“, normal, durchschnittlich, unspektakulär.
Sie sind die StellvertreterInnen bzw. Verbündete der Menschen, die den Trostweg gehen.

In Haltung und Gestik korrespondieren die abgebildeten Personen mit den Aussagen der Psalmzitate. Die Personen auf den Stelen erleben gemäß der Psalmtexte Leid, Trauer, Schmerz, klagen an, sind verzweifelt, erleben aber auch Zuversicht und Freude, neuen Mut und Lebensenergie.

Im Juli 2023 wurde der Weg offiziell eröffnet und durch Bischof Dr. Georg Bätzing,
Bischof von Limburg und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, eingesegnet.

Ein interaktiver Weg

Die Zusage: „Seid gewiss – Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28, 20) soll die Besucherinnen und Besucher auf dem Weg begleiten.

Die Stelen der Werler Künstlerin Martina Dörfler laden zum Nachdenken, zum Entdecken und zum Auseinandersetzen ein mit den Menschen, die Ihnen auf den Kunstwerken begegnen.
Jeder und Jede empfindet Trauer und Leid sehr unterschiedlich und doch kennen wir alle die Emotionen in diesen Situationen.

Am Beginn des Weges sind verschiedene Materialien zu finden:

  • eine Informationsbroschüre mit begleitetenden, meditativen Texten und Fragen
  • Zettel und Kugelschreiber für die zweite Station. Dort befindet sich eine Klagemauer, in welcher die aufgeschriebenen Gedanken Platz finden.
  • Eine Kerze, die an der letzten Station mit einer Bitte, einem Gebet, aber auch einem Dank entzündet werden kann.
  • Alle Materialien werden kostenlos zur Verfügung gestellt.