Gemeinsam erkundeten sie bei einer Glockenführung mit Wallfahrtsseelsorger Monsignore Dr. Gerhard Best, zugleich Glockensachverständiger des Erzbistums Paderborn, die Glockenstuben, den Dachstuhl und das historische Uhrwerk der Turmuhr.
Während des Aufstiegs erläuterte Dr. Best die Geschichte der Basilika und gab Einblicke in die Technik. Besonders beeindruckte das historische Uhrwerk, das bis heute die Zeiger der Turmuhr antreibt.
Im Mittelpunkt standen die neun Glocken der Basilika. Das Hauptgeläut besteht aus sieben Glocken, ergänzt durch zwei kleinere Glocken im Dachreiter. Die größte Glocke, „Maria“, wurde 1947 von der Glockengießerei Albert Junker in Brilon gegossen. Sie wiegt 1.986 Kilogramm und hat einen Durchmesser von 1,56 Metern.
Vier Glocken bestehen aus Siliziumbronze. Wie Dr. Best erklärte, fiel die Wahl in der Nachkriegszeit aus wirtschaftlichen Gründen auf dieses Material. Ergänzt wurde das Geläut später durch die Antoniusglocke (2003) sowie drei Jubiläumsglocken (2010).
Auch die Glocken der Alten Wallfahrtskirche wurden vorgestellt. Dort hängen noch die Marienglocke von 1679 und die Franziskusglocke von 1860, die bis heute das kirchliche Leben in Werl prägen.
Zum Abschluss erläuterte Dr. Best die Technik des Glockenläutens und die Konstruktion des Glockenstuhls. Der Blick über die Dächer der Wallfahrtsstadt Werl rundete die Führung ab und bot den Teilnehmern spannende Einblicke in sonst verborgene Bereiche der Basilika.