Die traditionsreiche Wallfahrt verband Glauben, Gemeinschaft und Begegnung und führte die Teilnehmenden auf unterschiedlichen Wegen zum Gnadenbild der Trösterin der Betrübten in der Wallfahrtsbasilika.
Bereits am Vormittag waren die Pilgerinnen und Pilger zu Fuß, mit dem Fahrrad, als Familiengruppe oder auf barrierearmen Strecken unterwegs. Ziel aller Wege war die Wallfahrtsbasilika, wo die Teilnehmenden herzlich empfangen wurden.
Höhepunkt des Tages war die gemeinsame Pilgermesse auf dem Kreuzwegplatz. Diese wurde von Weihbischof Josef Holtkotte gefeiert, der auch die Predigt hielt. In seinen Worten ermutigte er die Pilgerinnen und Pilger, sich immer wieder neu auf den Weg des Glaubens zu machen und darauf zu vertrauen, dass Gott die Menschen auf ihren Lebenswegen begleitet. Pilgern sei mehr als das Zurücklegen von Kilometern – es sei ein Zeichen der Hoffnung, der Gemeinschaft und des Vertrauens.
Zu den Gästen des Tages gehörte auch Weihbischof Manfred Grothe, der der Kolpinggemeinschaft seit vielen Jahrzehnten eng verbunden ist. Ebenso begleitete der neue Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland, Pastor Sebastian Schulz, die Wallfahrt während des gesamten Tages. In zahlreichen Begegnungen und Gesprächen wurde die große Verbundenheit innerhalb der Kolpinggemeinschaft spürbar.
Den Abschluss der Wallfahrt bildete eine Andacht in der Wallfahrtsbasilika. Dabei hielt die Theologin Dr. Annette Jantzen eine eindrucksvolle Auslegung zur biblischen Erzählung von der Verkündigung des Herrn an Maria. Mit ihren Gedanken eröffnete sie neue Zugänge zu dem bekannten Bibeltext und lud die Teilnehmenden dazu ein, über Vertrauen, Berufung und die Bereitschaft, sich auf Gottes Wege einzulassen, nachzudenken. Ihre lebensnahe und zugleich tiefgründige Betrachtung fand bei den Anwesenden große Aufmerksamkeit.
Die Verantwortlichen des Kolpingwerkes Diözesanverband Paderborn und der Marienwallfahrt Werl zeigten sich erfreut über die große Resonanz. Mit mehr als 300 Teilnehmenden wurde deutlich, dass die Wallfahrt nach Werl auch heute ein lebendiges Zeichen gelebten Glaubens und gelebter Gemeinschaft im Sinne Adolph Kolpings ist.
Gestärkt durch die Begegnungen, die gemeinsame Feier des Glaubens und die Erfahrung der Gemeinschaft machten sich die Pilgerinnen und Pilger am Ende des Tages wieder auf den Heimweg – mit vielen Eindrücken und neuen Impulsen für ihren Alltag.