Das Bild entstand nach dem Jahr 1763 und stellt im Zentrum das Gnadenbild der Gottesmutter von Werl dar. Maria ist frontal thronend dargestellt, gekrönt und in ein reich verziertes Gewand gekleidet, auf ihrem Schoß das Jesuskind. Beide erteilen den Segen. Engel und ein drapierter Vorhang rahmen die Szene. Das Gnadenbild steht auf einem Altaraufbau, der die zentrale Verehrung Mariens eindrucksvoll unterstreicht.
Bis vor Kurzem wurde das Gemälde im ehemaligen Kapuzinerkloster in Paderborn aufbewahrt, dem heutigen Liborianum. Mit der Darstellung im Foyer des Pilgerklosters wird ein Zeugnis der gemeinsamen Wallfahrtsgeschichte sichtbar.
Besonders bemerkenswert sind die beiden Darstellungen im unteren Bildbereich: Links unten ist eine Wallfahrtsprozession von Paderborn nach Werl zu erkennen, angeführt von einem Kapuziner – ein anschaulicher Hinweis auf die enge Verbindung zwischen dem Kapuzinerorden, dem Erzbistum Paderborn und der Werler Marienwallfahrt. Rechts unten zeigt das Gemälde eine Ansicht der Stadt Werl gegen Ende des 18. Jahrhunderts und vermittelt damit einen wertvollen historischen Eindruck vom damaligen Erscheinungsbild der Wallfahrtsstadt.
Das Gemälde wird der Marienwallfahrt Werl als Leihgabe zur Verfügung gestellt.