In seiner Predigt sprach der Bischof eindringlich über die tiefgreifenden gesellschaftlichen und kirchlichen Veränderungen unserer Zeit – und darüber, warum Orte wie Werl gerade jetzt wichtiger denn je sind.
Er beschrieb die gegenwärtige Situation vieler Menschen als eine Zeit des großen Umbruchs: Gewohnheiten und Sicherheiten gerieten ins Wanken, Zukunftsängste und Überforderung seien vielerorts spürbar. Wo er auch unterwegs sei – „von Bremen über Osnabrück bis zu den ostfriesischen Inseln“ – begegne ihm die Sorge vieler Menschen, Vertrautes zu verlieren und vor einer ungewissen Zukunft zu stehen.
Gerade deshalb brauche es Orte des Glaubens und der Hoffnung. Die Wallfahrtsbasilika in Werl sei ein solcher „stärkender Kraftort“. Hier dürften Menschen einfach kommen – mit ihren Sorgen, Ängsten und Hoffnungen. Hier könnten sie erfahren, angenommen und getragen zu sein. Besonders hob der Bischof die Gemeinschaft der Pilgerinnen und Pilger hervor: das gemeinsame Beten, Singen und Unterwegssein als Zeichen gegen Vereinzelung und Mutlosigkeit.
Mit Blick auf das Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ erinnerte Dr. Dominicus Meier daran, dass Maria den Menschen immer wieder auf Christus hinweise – auf die Hoffnung, die Zukunft und das Leben. Die Wallfahrtsbasilika sei dabei nicht nur ein festlicher Kirchenraum, sondern ein Ort heilsamer Begegnung: Begegnung mit Gott, mit anderen Menschen und auch mit sich selbst.
Zugleich würdigte der Bischof die lange Tradition der Wallfahrt nach Werl. Generationen von Gläubigen hätten hier Trost, Orientierung und Gemeinschaft gesucht. Aus diesen Wurzeln dürften auch wir heute Kraft schöpfen, um die Zukunft im Vertrauen auf Gott zu gestalten.
Am Ende seiner Predigt wünschte Dr. Dominicus Meier allen Pilgerinnen und Pilgern die Erfahrung, willkommen zu sein und in Werl einen Ort zu finden, „der einfach nur gut tut und vor allem zum Leben trägt“.