Feierliche Wallfahrt der Ermländer in Werl mit Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez

Am 3. Mai versammelten sich zahlreiche Gläubige zur traditionellen Wallfahrt der Ermländer in der Wallfahrtsbasilika Werl. Die Eucharistiefeier zu Ehren der „Trösterin der Betrübten“ bildete den Höhepunkt dieses besonderen Wallfahrtstages.

Wallfahrtsleiter Pastor Bernd Haase begrüßte zu Beginn die große Ermlandfamilie sowie die anwesenden Konzelebranten, von denen viele seit Jahrzehnten Anfang Mai nach Werl pilgern. Die Ermlandfamilie vereint heimatvertriebene Ermländer, Aussiedler und ihre Nachkommen ebenso wie Gläubige aus dem heutigen Erzbistum Ermland.

Seit dem Jahr 1947 hat diese Wallfahrt eine besondere Geschichte: Der damalige ermländische Bischof Maximilian Kaller rief sie ins Leben und hielt in Werl seine letzte große Predigt. Bis heute wird diese Tradition in Treue weitergeführt.

Das feierliche Pontifikalhochamt zelebrierte Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez gemeinsam mit dem Präses der Ermländer, Msgr. Achim Brennecke und Domherr André Schmeier, sowie weiteren ermländischen Priestern in der voll besetzten Basilika.

In seiner Predigt stellte Weihbischof Diez das Wort Jesu in den Mittelpunkt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Christus schenkt Orientierung in Zeiten der Unsicherheit und begleitet die Menschen auf ihrem Lebensweg. Maria, die „Trösterin der Betrübten“, wurde dabei als Wegweiserin zu Christus beschrieben, die Trost und Hoffnung schenkt.

Ein zentrales Bild seiner Auslegung war die „innere Sonne“ des Glaubens, die Dunkelheit vertreibt und neue Hoffnung wachsen lässt. Zugleich betonte der Weihbischof, dass Christinnen und Christen selbst berufen sind, Licht für andere zu sein.

Zum Abschluss dankte Weihbischof Diez allen Mitwirkenden und erteilte den feierlichen Segen. Viele Teilnehmende nahmen Trost, Zuversicht und neue Kraft für ihren Alltag mit.

Im Anschluss versammelten sich die Zelebranten und Messdiener zu einem gemeinsamen Foto auf den Stufen der Basilika. Auf dem Vorplatz luden verschiedene Stände mit Informationen und Devotionalien zum Verweilen ein. Zudem bestand die Möglichkeit zum gemeinsamen Mittagessen im Pilgersaal.

Der Wallfahrtstag fand seinen Abschluss um 15.00 Uhr mit der traditionellen Ermländischen Vesper