Bilder des Hin- und Rückweges der Mucher Wallfahrt

8. Juli 2021
An drei Tagen über 120km zu Fuß zurückzulegen ist eine große Leistung. Seit 1774 machen sich die "Mucher" auf den Weg zur Mutter Gottes nach Werl, jedem Wetter trotzend. Viele schöne Eindrücke wurden in Bildern festgehalten...

Jährlich, teils seit Jahrhunderten, werden zum Fest „Mariäe Heimsuchung“ die Wallfahrtsgruppen aus  Hildesheim, Delbrück, Olpe, Warstein, Arpe, Lenhausen und Much in Werl begrüßt.

Eine der derzeit größten Gruppen kommt aus Much, welches mit Bergischen gelegen ist. Grob gesagt in der Nähe von Köln im gleichnamigen Erzbistum.

Seit Jahren macht sich die sonst ca. 150 köpfige Gruppe auf den Weg zur Gottesmutter in Werl. In diesem Jahr wurden die ersten 20km von Pastor Stephan Mockenhaupt begleitet.

Über den Ursprung der Mucher Werl-Wallfahrt berichtet die Pfarrchronik der dortigen Kirchengemeinde:

„Im Jahre 1774 soll in hiesiger Gegend eine Viehseuche geherrscht haben, die nach damaliger Ansicht nur mit Salz bekämpft werden konnte. So zogen (…) Mucher Bauern nach Werl, um sich dort das kostbare Salz zu holen. Hier besuchten sie auch das Gnadenbild ‚die Trösterin der Betrübten‘ und gelobten für sich und ihre Nachkommen, jedes am Sonntag nach ‚Mariä Heimsuchung‘ nach Werl zu pilgern, sofern ihnen geholfen würde. Ihr Wunsch muss erhört worden sein, denn ab 1775 zogen (…) die Mucher in geschlossener Prozession zu Fuß nach Werl und zurück.“

In der heutigen Zeit gilt es immer noch dieser Tradition aus Dankbarkeit zu folgen. Es geht aber auch um die eigene Glaubenserfahrung und die Gemeinschaft der Gläubigen auf dem Weg nach Werl und weitere persönliche Aspekte des Wallfahrens und Pilgerns.

Um guten Kontakt zu den einzelnen Gruppen zu knüpfen und diese Erfahrungen zu teilen, hat sich das Wallfahrtsteam bereits in den vergangenen zwei Jahren mit verschiedenen Wallfahrtsgruppen auf den Weg nach Werl gemacht.
Wie historisch belegt, geht ein Teil der Mucher Wallfahrerinnen und Wallfahrer auch wieder zu Fuß den Weg zurück und wird im Ort selber feierlich in Empfang genommen. Um diesen bewegenden Moment mitzuerleben machten sich Ursula Altehenger, Markus Ende, Friedel Preker, Resi Wiesing und Parktikant Anderas Nölle auf den Weg in Bergische.

Und der Weg hat sich wahrlich gelohnt. Angehörige und Freunde der Mucher Wallfahrtsgruppe nahmen die Ankömmlinge mit Applaus und Blasmusik vor der Kirche St. Martinus in Empfang.
Ursula Altehenger und Resi Wiesing, welche die letzten 4km der Strecke zu Fuß begleiteten, bekamen die Emotionen dieses Momentes hautnah mit und so blieb es für alle ein sehr schöner und unvergesslicher Tag.

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