Auftakt der Antoniusdienstage 2026 in Werl

Zum 326. Mal haben in der Werler Basilika die Antoniusdienstage begonnen. Wallfahrtsleiter Pastor Bernd Haase eröffnete die neue Reihe, die in diesem Jahr unter dem Thema „Christsein in Umbruchszeiten“ steht.

Die Antoniusdienstage gehören seit vielen Jahrzehnten zum festen Bestandteil der Marienwallfahrt in Werl. Sie greifen aktuelle Fragen von Kirche und Gesellschaft auf.

Der erste Antoniusdienstag stand unter der Fragestellung:
„Umbrüche und Krisen – Katastrophe oder produktiver Umstand?“
Pastor Haase nahm dabei Bezug auf biblische Texte aus dem Alten und Neuen Testament und verband sie mit Erfahrungen aus dem kirchlichen und gesellschaftlichen Alltag. Krisen seien allgegenwärtig, so seine Beobachtung – sowohl auf persönlicher Ebene als auch in Kirche und Gesellschaft.

Anhand der Geschichte des Propheten Elija zeigte er, dass Krisen nicht zwangsläufig im Scheitern enden müssen, sondern auch Wendepunkte sein können, aus denen neue Perspektiven entstehen. Ähnlich stelle das Evangelium eine Situation dar, in der Menschen vor der Entscheidung stehen, einen herausfordernden Weg weiterzugehen oder sich zurückzuziehen.

Christsein in Zeiten des Umbruchs bedeute daher, sich Veränderungen zu stellen, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Der Blick auf den heiligen Antonius von Padua mache deutlich, dass auch unerwartete Brüche und Umwege prägend für den eigenen Lebensweg sein können.

Die Antoniusdienstage 2026 laden dazu ein, aktuelle religiöse Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und nach tragfähigen Orientierungen für das eigene Handeln zu suchen.