53. Malteser-Wallfahrt nach Werl

Unter dem Leitwort „Wenn es dir guttut, dann komm“ fand am Sonntag, 20. September 2026, die 53. Malteser-Wallfahrt nach Werl statt.

Zahlreiche Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Krankheit und Behinderungen machten sich gemeinsam mit ihren Begleiterinnen und Begleitern auf den Weg zur Wallfahrtsbasilika. Im Mittelpunkt standen die Begegnung, die Gemeinschaft und die Stärkung im Glauben.

Bereits ab dem Vormittag trafen die Pilgergruppen in der Stadthalle Werl ein. Beim gemeinsamen Mittagessen gab es Gelegenheit zu Gesprächen und Begegnungen. Anschließend führte die Prozession zur Wallfahrtsbasilika, wo um 14 Uhr das Festhochamt mit Weihbischof Josef Holtkotte gefeiert wurde.

Im Mittelpunkt der Predigt von Weihbischof Holtkotte stand die Frage aus dem Evangelium: „Wird der Menschensohn, wenn er kommt, Glauben auf der Erde finden?“

Gerade an einem Wallfahrtsort lade diese Frage dazu ein, darüber nachzudenken, was Menschen heute brauchen. Orientierung, Hoffnung, Kraft, Trost und Solidarität seien wichtige Dinge, die vielen Menschen angesichts von Unsicherheit, Krieg und persönlichen Herausforderungen fehlen können.

Der Glaube könne dabei eine wichtige Kraftquelle sein. Er helfe, die eigene Mitte und den Sinn des Lebens zu finden, im Alltag treu zu bleiben und auch in schwierigen Situationen Hoffnung zu bewahren. Zugleich ermutigte der Weihbischof dazu, nicht nur auf das zu schauen, was sich verändert oder schwierig geworden ist, sondern die eigene Zeit aktiv mitzugestalten: „Jetzt leben wir in dieser Zeit. Es ist unser Auftrag, diese Zeit zu gestalten.“

Maria – Wegweiserin im Glauben

Mit Blick auf Maria stellte Weihbischof Holtkotte drei Aspekte heraus: Maria weist den Weg zur Mitte, sie hilft, die Treue im Alltag zu bewahren, und sie schenkt Trost im Leiden.

Maria führe dabei immer zu Jesus Christus. Sie könne helfen, den eigenen Weg im Glauben zu finden und auch in schwierigen Zeiten Vertrauen und Hoffnung zu bewahren.

Dabei verwies der Weihbischof auch auf die Bedeutung christlicher Vorbilder. Oft seien es gerade die kleinen Gesten, die große Wirkung entfalten: ein Besuch, ein offenes Ohr, ein Gebet oder die Hilfe dabei, überhaupt zur Wallfahrt zu kommen. Gerade im Engagement der Malteser werde dieser gelebte Glaube sichtbar – in ihrem Einsatz für andere, ihrer Empathie und ihrem Handeln aus einem christlichen Wertefundament.

„Glaube tut Menschen gut“, so eine zentrale Botschaft der Predigt. Er kann Menschen stärken, ihnen Orientierung geben und ihnen auch in Krankheit, Leid und Krisen Hoffnung schenken.

Im Anschluss an das Festhochamt bestand die Möglichkeit, einen persönlichen Segen zu empfangen.

Sternwallfahrt am Vorabend

Bereits am Samstag hatten sich Malteser-Helferinnen und -Helfer sowie Mitglieder der Malteser-Jugend aus verschiedenen Orten zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf den Weg nach Werl gemacht. Von der Gänsevöhdekapelle zogen die Pilgerinnen und Pilger gemeinsam zur Wallfahrtsbasilika, wo eine Begrüßungsandacht gefeiert wurde.

Anschließend klang der Abend bei einem gemeinsamen Grillen im Klostergarten und beim gemütlichen Beisammensein aus. Dabei wurde auch die Wallfahrtskerze für die diesjährige Malteser-Wallfahrt gestaltet.

Ein Tag, der guttut

Die 53. Malteser-Wallfahrt machte das diesjährige Leitwort ganz konkret erfahrbar: im gemeinsamen Unterwegssein, in Begegnungen, im Gebet und im persönlichen Segen.

Viele Menschen kamen nach Werl, um Gemeinschaft zu erleben, Kraft zu schöpfen und sich im Glauben stärken zu lassen. Mit den Worten von Weihbischof Holtkotte lässt sich der Wunsch für diesen Wallfahrtstag zusammenfassen: mit Maria auf Christus zu – getragen von Glauben, Hoffnung und Liebe.