Zu Beginn des Gottesdienstes hieß Wallfahrtsseelsorger Pastor Mockenhaupt den Bischof herzlich willkommen. Ebenso begrüßte er Pfarrer Thomas Metten, der als Konzelebrant den Gottesdienst mitfeierte.
Zu Gast waren die Wallfahrtsgruppen der Gemeinden St. Antonius Wickede und St. Vinzenz Echthausen. Begleitet wurde die Gruppe von den Fahnenabordnungen der Schützen aus Wickede, der Kolpingsfamilie und der Frauengemeinschaften (kfd). Die festlichen Fahnen prägten das Bild des Gottesdienstes und machten zugleich sichtbar, wie sehr Wallfahrt von Gemeinschaft und gemeinsamem Unterwegssein lebt.
Hoffnung trotz Zukunftsängsten
In seiner Predigt nahm Bischof Bode die Zukunftsängste vieler Menschen in den Blick. Kriege, gesellschaftliche Veränderungen und die Sorge um die kommenden Generationen ließen viele Menschen mit Unsicherheit auf das Kommende schauen. Gerade deshalb brauche es eine Atmosphäre der Hoffnung und Zuversicht, betonte Bode.
Im Leben Mariens finde sich dafür ein besonderes Beispiel. Maria sagte Ja zu Gottes Ruf, obwohl sie nicht wusste, was vor ihr lag. Ihr Weg war keineswegs frei von Leid und schweren Erfahrungen. Armut, Ablehnung, Flucht und schließlich der Tod ihres Sohnes am Kreuz gehörten zu ihrem Leben. Und dennoch blieb Maria im Vertrauen auf Gott – bis unter das Kreuz.
Darin, so Bischof Bode, liege eine Hoffnung, die auch für die Menschen unserer Zeit wichtig sei: eine nüchterne und geerdete Hoffnung, die die schwierigen Realitäten des Lebens kennt und dennoch auf Gott vertraut.
Maria – Zeichen der Hoffnung
Besonders eindrücklich war die Zusage: „Gott hat die Lust am Menschen nicht verloren.“ In der Menschwerdung Jesu werde sichtbar, dass Gott den Menschen auch in schwierigen Zeiten nicht verlässt. Er teilt das menschliche Leben in seiner ganzen Wirklichkeit – von der Geburt bis zum Tod und durch Leid und Freude hindurch.
Bischof Bode ermutigte die Gläubigen deshalb, die Hoffnung nicht aufzugeben und sie auch anderen weiterzugeben. Gerade als Christinnen und Christen seien wir gefragt, der Angst und Resignation etwas entgegenzusetzen: Vertrauen, Glauben und eine unerschrockene Hoffnung.
Am Ende seiner Predigt stellte Bischof Bode Maria als „Morgenröte des Heils und das Zeichen der Hoffnung für die ganze Welt“ vor. Zu ihr kommen Menschen mit ihren Sorgen und Freuden, mit ihren Familien und den Menschen, die sie im Herzen tragen.
So wurde das Wallfahrtshochamt zu einem gemeinsamen Zeichen des Vertrauens: Auch in schwierigen Zeiten dürfen wir darauf hoffen, dass Gott neue Wege eröffnet, Kraft schenkt und immer wieder neue Anfänge möglich macht.