Wallfahrtshochamt: Maria als Wegweiserin zu Christus

Ein festliches Wallfahrtshochamt feierten die Pilgerinnen und Pilger in der Werler Basilika gemeinsam mit dem Offizial des Erzbistums Paderborn, Domvikar Markus Stadermann.

Mit dabei waren die Wallfahrtsgruppen der Gemeinde St. Johannes Baptist aus Neheim und Voßwinkel sowie der Pfarrei St. Marien aus Fröndenberg.

Der ehemalige Wallfahrtsleiter Msgr. Dr. Best begrüßte zu Beginn die anwesenden Pilgerinnen und Pilger sowie die Konzelebranten. Neben Domvikar Markus Stadermann feierten Pfarrer Stephan Jung, Gemeindereferentin Claudia Fischer, Pastor Joby Kallarakkal und Diakon Herbert Rautenstrauch den Gottesdienst mit.

Im Mittelpunkt der Predigt stand Maria als „Trösterin der Betrübten“. Ausgehend vom Evangelium über Maria und Johannes unter dem Kreuz sprach Stadermann über die Erfahrungen von Leid, Unsicherheit und Veränderung, die Menschen heute ebenso kennen wie die ersten Jünger.

Dabei wurde die Predigt auch persönlich: Stadermann erinnerte an seine eigene Großmutter, die ihn als Kind häufig mit nach Werl genommen hatte. Trotz eines schweren Lebensweges habe sie in Werl einen Ort der Kraft und Hoffnung gefunden. Diese Erfahrung verbinde er bis heute mit dem Wallfahrtsort.

Auch die aktuellen Veränderungen in Gesellschaft und Kirche nahm Stadermann in den Blick. Vieles Vertraute sei nicht mehr selbstverständlich, manches mache Sorgen und lasse fragen: Was bleibt? Was geht verloren? Und wie kann Kirche in Zukunft aussehen?

Seine Botschaft: Maria führt nicht von diesen Fragen weg, sondern zu Christus hin. Sie ermutigt, im Glauben zu wachsen, Gemeinschaft zu suchen und den Blick auf das Wesentliche zu richten. Kirche sei dort lebendig, wo Menschen beten, Eucharistie feiern, füreinander da sind, Versöhnung erfahren und anderen vermitteln: „Du bist nicht allein.“

So wurde das Wallfahrtshochamt zu einem Moment der Ermutigung und Hoffnung. „Was uns wie ein Ende erscheint, kann Gott zu einem neuen Anfang machen“, betonte Stadermann. Mit Maria an der Seite dürfe die Kirche den Mut haben, neue Wege zu wagen und dabei Christus nicht aus dem Blick zu verlieren.

Mit der Bitte „Maria, Mutter der Kirche, steh uns bei“ endete die Predigt – ein Gebet, das die Pilgerinnen und Pilger als Ermutigung mit auf ihren weiteren Weg nehmen konnten.