Zu Beginn der Messe begrüßte Wallfahrtsleiter Pastor Bernd Haase den Weihbischof und den Konzelebranten Pater Mateusz. Neben der Gottesdienstgemeinde waren auch Pilgergruppen aus Ottbergen und Braunschweig in die Wallfahrtsbasilika gekommen.
Zeichen, die uns bewegen
In seiner Predigt nahm Weihbischof König die „Zeichen am Himmel“ zum Ausgangspunkt. Während außergewöhnliche Himmelserscheinungen viele Menschen faszinieren, würden andere deutliche Zeichen unserer Zeit häufig übersehen. Besonders verwies er auf die Folgen des Klimawandels und die außergewöhnliche Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen.
Von diesen sichtbaren Zeichen schlug König den Bogen zum Fest Mariä Aufnahme in den Himmel. Auch die Bibel spreche von einem großen Zeichen am Himmel. Die Gestalt der Frau aus der Offenbarung des Johannes werde seit den frühen Zeiten der Kirche auch auf Maria bezogen.
Der Weihbischof ermutigte dazu, die christlichen Glaubenszeichen neu zu entdecken und danach zu fragen, was sie für das eigene Leben bedeuten können. Der Glaube könne Menschen Halt geben, Gemeinschaft schaffen und gerade in schwierigen Situationen Kraft und Hoffnung schenken. Das zeige sich auch in der Wallfahrt: Menschen kämen zur Gottesmutter, um ihre Sorgen, Anliegen und Hoffnungen vor Gott zu bringen.
„Wir haben eine Zukunft bei Gott“
Im Mittelpunkt stand die Botschaft des Festes: „Marias Aufnahme in den Himmel ist ein Hoffnungszeichen für unser eigenes Leben.“
An Maria werde sichtbar: Bei Gott geht nichts von dem verloren, was einen Menschen ausmacht. Die Aufnahme Mariens mit Leib und Seele verweise darauf, dass der ganze Mensch auf die Vollendung bei Gott hin ausgerichtet ist.
Am Ende brachte Weihbischof König diese Hoffnung in ein eindrucksvolles Bild: „Maria Himmelfahrt beginnt im Grunde das Ostern der Menschheit.“ Was an Maria bereits sichtbar werde, sei die Hoffnung aller Menschen auf Leben und Vollendung bei Gott.
Kräutersegnung und Begegnungen
Zum Ende der Messe segnete Weihbischof König die Kräutersträußchen, die die Gläubigen mitgebracht hatten, sowie die von einem Team Ehrenamtlicher vorbereiteten Sträußchen. Diesem Team der Ehrenamtlichen dankte er recht herzlich für ihr Engagement. Die Kräutersegnung verbindet das Marienfest traditionell mit der Dankbarkeit für Gottes Schöpfung.
Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Pilgergruppen und die Gottesdienstgemeinde zum gemeinsamen Treppenfoto auf den Stufen der Basilika. Anschließend nahm sich Weihbischof König Zeit für zahlreiche persönliche Gespräche mit den Menschen auf dem Vorplatz.
Mariä Aufnahme in den Himmel
Das Hochfest wird am 15. August gefeiert. Nach katholischem Glauben wurde Maria nach ihrem irdischen Leben mit Leib und Seele in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen.