Der Tag begann mit einem kurzen Pilgerweg von der Kapelle der Gänsevöhde zur Wallfahrtsbasilika. Unterwegs machten die Teilnehmenden sich gemeinsam auf den Weg – nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Im Pilgerkloster luden anschließend spirituelle Stationen zum diesjährigen Wallfahrtsmotto dazu ein, über den eigenen Lebensweg, über Hoffnung und einen Neuanfang nachzudenken.
Abschluss des Tages war die gemeinsame Eucharistiefeier mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz in der Wallfahrtsbasilika. In seiner Predigt stellte der Erzbischof die Begegnung Jesu mit dem Zöllner Zachäus in den Mittelpunkt. Er machte deutlich, dass Jesus den Menschen nicht auf seine Schuld reduziert, sondern ihm mit Barmherzigkeit begegnet und einen neuen Anfang ermöglicht. Die Geschichte des Zachäus sei ein Zeichen dafür, dass Vergebung und Versöhnung immer möglich sind und jeder Mensch eine neue Chance verdient.
Die vierte Gefangenenwallfahrt machte einmal mehr deutlich, wie wertvoll Orte der Begegnung, des Glaubens und der Hoffnung sind. Für die Teilnehmenden wie auch für die vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Begleitenden war es ein bereichernder Tag, der von einer offenen und herzlichen Atmosphäre geprägt war.