Gemeinsam mit Pastor Stephan Mockenhaupt begrüßte er die Gläubigen. Pastor Mockenhaupt betonte die langjährige Verbundenheit mit dem Gast aus Paderborn und stimmte die Gemeinde auf den Gottesdienst ein, der ganz im Zeichen Marias stand.
In seiner Predigt sprach Domdechant Dr. Tuszynski über das Pilgern. Jeder Mensch sei ein Pilger, wenn er sich auf den Weg zum Gottesdienst mache. Pilgern bedeute, unterwegs zu sein und sich Gott anzuvertrauen. Während viele Menschen heute nach Erfolg und Anerkennung strebten, habe Maria ein einfaches Leben geführt und sei dennoch von Gott erwählt worden.
Der Prediger erinnerte daran, dass Marias Leben nicht nur von Größe und Ehre, sondern auch von Leid und Herausforderungen geprägt war. Besonders betrachtete er die Heimsuchung Marias. Nach der Verkündigung durch den Engel Gabriel machte sie sich auf den Weg zu ihrer Verwandten Elisabeth. Dort fand sie Verständnis, Ermutigung und die Bestätigung, dass Gott sie auf ihrem Weg begleitet.
Von diesem biblischen Geschehen schlug Domdechant Tuszynski die Brücke zum Leben der Wallfahrer. Wie Maria erlebten Menschen heute Freude und Leid, Hoffnung und Sorgen. Viele seien mit persönlichen Anliegen nach Werl gekommen, um Gott ihre Bitten und ihren Dank anzuvertrauen.
Zum Abschluss erinnerte er an die Worte des heiligen Maximilian Kolbe: „Maria steht Gott am nächsten. Wenn wir uns ihr nähern, nähern wir uns Gott selbst.“ Mit Maria an der Seite gehe niemand als Verlierer aus dem Spiel des Lebens hervor.
Die feierliche Liturgie und das gemeinsame Gebet machten das Wallfahrtshochamt zu einem eindrucksvollen Glaubenszeugnis. Viele Gläubige nutzten die Gelegenheit, ihre Anliegen vor die Gottesmutter von Werl zu tragen und gestärkt ihren weiteren Lebensweg fortzusetzen.