Im Mittelpunkt des Nachmittags stand das festliche Wallfahrtshochamt um 14.30 Uhr in der Wallfahrtsbasilika Mariä Heimsuchung. Hauptzelebrant war der Osnabrücker Bischof Dr. Dominicus Meier OSB. Da die Feier in portugiesischer Sprache gestaltet wurde, wurde der Bischof von Pater Jorge OSB unterstützt, der die liturgischen Texte übernahm. Beide verbindet ihre gemeinsame Zeit in der Abtei Königsmünster.
Bereits seit den frühen Morgenstunden waren viele Pilgergruppen, Familien und Gläubige nach Werl gekommen. In Gebeten, Liedern und stillen Momenten brachten zahlreiche Menschen ihre Sorgen, Hoffnungen und ihren Dank vor Maria.
Rund um den Gottesdienst herrschte auf dem Werler Marktplatz eine lebendige und zugleich familiäre Atmosphäre. Portugiesische Spezialitäten, Musik und zahlreiche Begegnungen prägten das Bild des Tages. Zwischen Essensständen und Gesprächen wurde deutlich, dass die Wallfahrt längst mehr ist als nur ein religiöser Termin – sie ist auch ein wichtiger Ort der kulturellen Verbundenheit.
Zum besonderen Bild des Tages gehörten außerdem zahlreiche Motorrad- und Motorrollerfahrerinnen und -fahrer, die zur Wallfahrt angereist waren. Immer wieder waren Kennzeichen aus Minden, Hamm, Unna und Steinfurt rund um die Basilika und in der Innenstadt zu sehen – ein sichtbares Zeichen dafür, wie groß der Einzugsbereich dieser Wallfahrt inzwischen geworden ist.
Im Anschluss an das Hochamt setzte sich die große Prozession durch die Straßen Werls in Bewegung. Betend und singend begleiteten die Teilnehmenden die Marienstatue durch die Stadt. Geistliche, Ministranten, Fahnenabordnungen und viele Gläubige in traditionellen portugiesischen Trachten verliehen der Prozession eine eindrucksvolle Atmosphäre. Zahlreiche Besucher am Straßenrand verfolgten das Geschehen und erlebten ein lebendiges Zeugnis katholischer Glaubenstradition.
Die Portugiesenwallfahrt in Werl verbindet seit vielen Jahren Menschen unterschiedlicher Generationen und Herkunft. Sie schafft Raum für Gebet, Begegnung und gemeinsames Feiern.