Bereits der festliche Einzug, begleitet von zahlreichen Werler Schützen, verlieh dem Gottesdienst einen besonderen Rahmen.
In der Eucharistiefeier wirkten rund zwanzig Ministrantinnen und Ministranten mit. Neben dem Hauptzelebranten konzelebrierten Pastor Dr. Best, Pastor Mockenhaupt, Pater Vincent sowie als Gast Dechant Daniel Maiworm aus Hüsten. Ebenfalls am Gottesdienst beteiligt waren Wallfahrtsseelsorgerin Ursula Altehenger und Markus Ende.
Zu Beginn hieß Wallfahrtsleiter Pastor Bernd Haase alle Anwesenden herzlich willkommen. Er begrüßte Pfarrer Lichterfeld, den Vertreter der evangelischen Gemeinden, sowie die Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und öffentlichem Leben. Stellvertretend für sie hieß er den Werler Bürgermeister Torben Höbrink willkommen. Im Anschluss entzündete Abt Cosmas die Wallfahrtskerze und eröffnete damit sichtbar die neue Wallfahrtszeit.
Für die musikalische Gestaltung sorgte der Madrigalchor Werl unter der Leitung von Jörg Segtrop, begleitet von Wolfgang Bitter an der Orgel. Die feierliche Musik trug wesentlich zur dichten und zugleich freudigen Atmosphäre des Gottesdienstes bei.
Im Mittelpunkt der Predigt von Abt Cosmas stand das Evangelium von der Heimsuchung Mariens (Lk 1,39–56). Anhand dieses biblischen Geschehens zeigte er auf, dass menschliche Situationen nicht ausweglos bleiben müssen. Maria sucht in ihrer Unsicherheit den Beistand ihrer Cousine Elisabeth. Besonders eindrücklich entfaltete er den Facettenreichtum des Wortes „Betrübnis“ und schlug eine Brücke zur Lebenswirklichkeit der Gläubigen.
Im weiteren Verlauf richtete er den Blick auf das Werler Gnadenbild: Maria, die dem Jesuskind als „Thron“ dient und ihm Halt gibt, wird so zum Bild für menschliche Erfahrungen. Wenn uns etwas erschüttert, so Abt Cosmas, „sackt“ im übertragenen Sinn zunächst alles weg – wir müssen uns setzen, um wieder Halt zu finden. In diesem Bild eröffnete er eine spirituelle Deutung für Zeiten der Verunsicherung und lud dazu ein, im Glauben und in der Gemeinschaft neue Stabilität zu entdecken.
Am Ende der Messe betete die versammelte Gemeinde gemeinsam das Gebet der Wallfahrtszeit 2026 und stellte die kommenden Monate unter Gottes Segen.
In seinen Dankesworten würdigte Pastor Haase alle, die zum Gelingen dieses festlichen Tages beigetragen haben: die Schützen für den Fahnenschmuck in den Straßen, den Malteser Hilfsdienst sowie die zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Wallfahrt. Ein besonderer Gruß galt Schwester Andrea Preuß OSU, die seit wenigen Wochen den Ursulinenkonvent verstärkt und kürzlich ihr 65. Ordensjubiläum feiern konnte.
Nach dem feierlichen Auszug versammelten sich die Mitwirkenden zu einem gemeinsamen Foto auf den Stufen der Basilika – ein sichtbares Zeichen für den gelungenen Auftakt einer Wallfahrtssaison, die viele Menschen einlädt: Wenn es dir guttut, dann komm.
Im Anschluss kamen viele der Gäste zu einem gemeinsamen Mittagessen im Pilgersaal zusammen. In dieser offenen und herzlichen Atmosphäre bot sich Gelegenheit zur Begegnung, zum Austausch und zum gemeinsamen Weitertragen der Eindrücke dieses besonderen Tages.